Ihr! müsst! mich! wählen!

Liebe Freunde,

heute soll es darum gehen, der Interessenvertretung der Radfahrer mehr Gewicht zu verleihen, und das liegt jetzt auch an euch:

Bitte stimmt bei der Wahl für den Rat der Stadt Goslar am 11. September für mich; wenigstens mit einer Stimme! Und legt auch in eurem Umfeld ein gutes Wort für mich ein.

Zwar habe ich mich von den Grünen aufstellen lassen, aber ich stehe in der Liste nicht auf den vordersten Plätzen und kann nicht damit rechnen, über die Liste einen Sitz zu erreichen. Da ich aber diese Kandidatur sehr ernst nehme, betreibe ich diesen ganz individuellen Wahlkampf.

Wenn ihr die Programme der Parteien und ihre Wahlslogans betrachtet, so werdet ihr wenig Konkretes vorfinden. Meine Ziele jedoch sind klar:

1. Erstellen eines Verkehrskonzeptes für Stadt und Landkreis und die Beendigung der Vernachlässigung das Fahrradverkehrs.
2. Förderung alternativer Energien mit der Möglichkeit weitgehender – auch finanzieller – Bürgerbeteiligung
3. Beendigung der besinnungslosen Ausweisung immer neuer Bau- und Gewerbegebiete und Verlagerung des Schwerpunktes der Raumplanung auf Sanierung und Leerstandsbeseitigung im vorhandenen Bestand.

Im Übrigen werde ich mich wegen meiner Erfahrungen in der Wirtschaft, der Forschung und im Schulwesen sehr schnell auf neue Entwicklungen, wie wir sie ja in der letzten Zeit erlebt haben, einstellen können.

Was die Qualität meiner zukünftigen Ratsarbeit betrifft, so gilt für mich wie für alle anderen Kandidaten: Ihr müsst halt einfach Vertrauen zu mir aufbringen!

Nun gebt euch einen nachhaltigen Ruck und macht euer Kreuz an die (aus meiner Sicht) richtige Stelle!

Mit fahrradfreundlichen Grüßen Euer Fritz Haisch

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Unsere Verkehrswacht und was sie so verspricht

Am 2. November 2016 erschien in der Goslarschen Zeitung auf Seite 6 ein Beitrag von Berit Böhme unter der Überschrift „Gefährliches Fahren mit Rückenwind – Mehr Unfälle mit E-Bikes“. Darin findet sich in einer eingeschobenen dpa-Meldung: „Die Landesverkehrswacht setzt auf Prävention und bietet unter dem Motto ‚Fit mit dem Fahrrad‘ Kurse an – auch für Menschen, die vom Normalrad aufs Pedelec umsteigen… Das Angebot werde auch von vielen älteren Menschen wahrgenommen, so die Geschäftsführerin Cornelia Zieseniß.“

Am 14.2.2016 meldete ich mein Interesse in einem Kontaktformular der Landesverkehrswacht Niedersachen an: „Ich bin im 80sten Lebensjahr und besitze ein Pedelec. Bitte weisen Sie mir einen Kurs nach für das Umsteigen vom Normalrad aufs Pedelec.“

Am 15.2.2016 erhielt ich die Mitteilung „bitte wenden Sie sich mit Ihrer Anfrage an die Verkehrswacht Goslar.“

Am selben Tag ich nun wieder: „Guten Tag Herr K… Ich bin im 80sten Lebensjahr und besitze ein Pedelec. Durch einen Beitrag in der Goslarschen Zeitung bin ich darauf aufmerksam geworden, dass die Verkehrswacht Kurse für das Umsteigen vom Normalrad aufs Pedelec anbietet. Die Landesgeschäftsstelle hat Sie mir als zuständigen Ansprechpartner benannt. Bitte teilen Sie mir mit, wann und wo ein für mich geeigneter Kurs stattfindet.“

Am 19.2.2016 Herr K. von der Verkehrswacht Goslar:

„Sehr geehrter Herr Haisch,

die Verkehrswacht Goslar Stadt und Land ist immer bemüht, in Sachen Mobilität und Verkehr Informationen zu liefern und Seminar-/Trainingsangebote zu liefern. Dazu gehört auch das Thema Pedelec. Derzeit laufen Trainings für Kraftfahrer in den Altersklassen 17 bis 25 Jahre und 65plus, allerdings beides bezogen auf das Auto. Ich werde mich allerdings für das Thema Pedelec mit unserem Umsetzer/Moderator kurzschließen und für Sie nachhaken.

Entsprechende Zusammenkünfte sind allerdings erst Anfang März geplant. Ich werde allerdings Unaufgefordert auf die Sache zurückkommen, sobald ich Neuigkeiten für Sie habe.“

Kommentar:

Dieses sind wörtliche Zitate: Die Verkehrswacht kündigt also von sich aus Pedelec-Trainings für ältere Menschen an. Und trotz Nachfassens kommt bis zum heutigen Tag nichts zustande! Das sind von der ersten Meldung an gerechnet fast sieben Monate.

Als Zeugnisnote kann man das in der freien Wirtschaft übliche „Die Verkehrswacht Goslar Stadt und Land ist immer bemüht“ aus der Mitteilung vom 19.2.2016 durchaus übernehmen. Wer ein solches Zeugnis lesen kann, weiß, was man darunter zu verstehen hat…

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Ampeln am Odermarkplatz

Ampelspielereien

Goslar, Immenröder Straße/Odermarkplatz:

Tatsachen

Stelle dir vor: Du hast dich gegen den Wind und bergauf von Immenrode bis vor den Odermarktplatz durchgekämpft oder hast dich von Ohlhof dorthin rollen lassen. Jetzt willst du weiter nach Oker oder in die Stadt. Aber vor dem Zutritt ins gelobte Land hat die verkehrsregelnde Instanz an den drei Fußgänger-/Radler-Furten je eine Ampel installiert. Und diese drei Ampeln weisen eine denkwürdige Geschichte auf, obwohl sie noch gar nicht so lange installiert sind.

Zuerst: Die Ampeln machen anscheinend, was sie wollen. Ein Druck auf einen der beiden unmarkierten Knöpfe bewirkt – gar nichts. Irgendwann springen die beiden nördlichen auf Grün. Aber garantiert nicht sofort, auch dann nicht, wenn der Autoverkehr grünes Licht erhält. Warum? Er kreuzt doch nicht den unmotorisierten Verkehr! Und dann stand man wieder vor einer roten Ampel, die sich viel, viel Zeit ließ. Da die Ampeln keine Rückmeldung gaben, versuchten wohl einige Verzweifelte es mit großem Druck auf die Knöpfe mit der Folge, dass diese bald recht ramponiert aussahen. Auf dies alles habe ich die verkehrsregelnde Instanz hingewiesen…

Dann, Monate später, völlig überraschend: Unsere beiden nördlichen Ampelzwillinge springen von ganz allein und gleichzeitig mit den Kfz-Ampeln auf Grün. Du kommst an, und wirst mitgenommen. Allerdings wieder nur bis zur südlichen Ampel, die ihr Eigenleben führt. Sie zeigt grundsätzlich Rot, wenn die anderen beiden freie Fahrt gegeben haben.

Und jetzt: Das war wohl zuviel der Pflege des Goslarer Fahrradklimas. Man hat nunmehr allen Ampeln das Kommunizieren beigebracht. Man drückt den (oberen, nicht den unteren – das muss man wissen!) Knopf und tatsächlich blinkt am Schaltkästchen ein freundlich rotes „Signal kommt“. Ja, es kommt, aber erst wenn du dir es auch richtig verdient hast. Du musst nämlich erst eine Grünphase für den Pkw-Verkehr abwarten. Und die südlichen Ampel treibt nunmehr auch dieses Spielchen – sie springt nicht mehr von allein auf Grün.

In umgekehrter Richtung war es übrigens immer so, dass wenn man bei Grün die Südampel überfahren hatte, noch das Grün der Nordampeln zu sehen war. Aber garantiert waren sie dann rot, wenn man sich vor ihnen befand.

Bewertung

Die genannten Ampelverschaltungen, insbesondere auch die gegenwärtigen, sind nicht geeignet, Fußgängern und Radfahrern ein zügiges Überqueren der Odermarkkreuzung zu ermöglichen. Es hat vielmehr den Anschein, dass der nichtmotorisierte Verkehr heruntergebremst werden soll.

Folgen

Das Rot der Südampel wird von Radlern häufig missachtet. Sie überfahren die Fahrbahn auf Sicht, wobei sie nicht sicher sein können, dass ankommende Kfz ihren Kurs vielleicht doch kreuzen und dass es dann richtig gefährlich wird! Zunehmend lassen sich auch Rotlichtverstöße offenbar ortskundiger Radler beobachten, die zur gleichen Zeit wie der Kfz-Verkehr ihre Rot zeigenden Nordampeln überfahren. Sie wissen ja, dass für sie die Fahrt eigentlich frei ist.

Forderung des ADFC

Die Fußgänger-/Radfahrerampeln an der Odermarkkreuzung Immenröder Straße/Im Schleeke sollen so geschaltet werden, dass sie gleichzeitig mit dem parallelen Kfz-Verkehr Grün erhalten und alle drei Ampeln gleichzeitig und ausreichend lang auf Grün geschaltet werden.

Ampelspielereien

Goslar, Immenröder Straße/Odermarkplatz:

Tatsachen

Stelle dir vor: Du hast dich gegen den Wind und bergauf von Immenrode bis vor den Odermarktplatz durchgekämpft oder hast dich von Ohlhof dorthin rollen lassen. Jetzt willst du weiter nach Oker oder in die Stadt. Aber vor dem Zutritt ins gelobte Land hat die verkehrsregelnde Instanz an den drei Fußgänger-/Radler-Furten je eine Ampel installiert. Und diese drei Ampeln weisen eine denkwürdige Geschichte auf, obwohl sie noch gar nicht so lange installiert sind.

Zuerst: Die Ampeln machen anscheinend, was sie wollen. Ein Druck auf einen der beiden unmarkierten Knöpfe bewirkt – gar nichts. Irgendwann springen die beiden nördlichen auf Grün. Aber garantiert nicht sofort, auch dann nicht, wenn der Autoverkehr grünes Licht erhält. Warum? Er kreuzt doch nicht den unmotorisierten Verkehr! Und dann stand man wieder vor einer roten Ampel, die sich viel, viel Zeit ließ. Da die Ampeln keine Rückmeldung gaben, versuchten wohl einige Verzweifelte es mit großem Druck auf die Knöpfe mit der Folge, dass diese bald recht ramponiert aussahen. Auf dies alles habe ich die verkehrsregelnde Instanz hingewiesen…

Dann, Monate später, völlig überraschend: Unsere beiden nördlichen Ampelzwillinge springen von ganz allein und gleichzeitig mit den Kfz-Ampeln auf Grün. Du kommst an, und wirst mitgenommen. Allerdings wieder nur bis zur südlichen Ampel, die ihr Eigenleben führt. Sie zeigt grundsätzlich Rot, wenn die anderen beiden freie Fahrt gegeben haben.

Und jetzt: Das war wohl zuviel der Pflege des Goslarer Fahrradklimas. Man hat nunmehr allen Ampeln das Kommunizieren beigebracht. Man drückt den (oberen, nicht den unteren – das muss man wissen!) Knopf und tatsächlich blinkt am Schaltkästchen ein freundlich rotes „Signal kommt“. Ja, es kommt, aber erst wenn du dir es auch richtig verdient hast. Du musst nämlich erst eine Grünphase für den Pkw-Verkehr abwarten. Und die südlichen Ampel treibt nunmehr auch dieses Spielchen – sie springt nicht mehr von allein auf Grün.

In umgekehrter Richtung war es übrigens immer so, dass wenn man bei Grün die Südampel überfahren hatte, noch das Grün der Nordampeln zu sehen war. Aber garantiert waren sie dann rot, wenn man sich vor ihnen befand.

Bewertung

Die genannten Ampelverschaltungen, insbesondere auch die gegenwärtigen, sind nicht geeignet, Fußgängern und Radfahrern ein zügiges Überqueren der Odermarkkreuzung zu ermöglichen. Es hat vielmehr den Anschein, dass der nichtmotorisierte Verkehr heruntergebremst werden soll.

Folgen

Das Rot der Südampel wird von Radlern häufig missachtet. Sie überfahren die Fahrbahn auf Sicht, wobei sie nicht sicher sein können, dass ankommende Kfz ihren Kurs vielleicht doch kreuzen und dass es dann richtig gefährlich wird! Zunehmend lassen sich auch Rotlichtverstöße offenbar ortskundiger Radler beobachten, die zur gleichen Zeit wie der Kfz-Verkehr ihre Rot zeigenden Nordampeln überfahren. Sie wissen ja, dass für sie die Fahrt eigentlich frei ist.

Forderung des ADFC

Die Fußgänger-/Radfahrerampeln an der Odermarkkreuzung Immenröder Straße/Im Schleeke sollen so geschaltet werden, dass sie gleichzeitig mit dem parallelen Kfz-Verkehr Grün erhalten und alle drei Ampeln gleichzeitig und ausreichend lang auf Grün geschaltet werden.

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Die Stadtverwaltung gibt sich ahnungslos

Am 23. Januar 2016 erschien in der Goslarschen Zeitung auf Seite 17 der folgende Beitrag:

Ein offenes Ohr für Radfahrer

Stadt wertet Kritik und Vorschläge der Bürger aus – Neues Verkehrskonzept in Arbeit

Goslar Die Interessen der Radfahrer standen in den vergangenen Jahren eher nicht ganz oben auf der Stadt-Agenda. Oder besser gesagt in den letzten Jahrzehnten.

Konzept von 1981

Das jüngste Radverkehrskonzept stammt aus dem Jahr 1981, wie Tiefbau-Fachdienstleiter Matthias Brand im Bauausschuss mitteilte.

Vergangenes Jahr landete Goslar beim bundesweiten Fahrradfreundlichkeitstest des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) auf Platz 91 von 100. Die Stadt reagierte: Ein neues Konzept ist in Arbei, mit einer Mail an die eigens eingerichtete Adresse fahrrad@goslar.de konnten Radfahrer ihr Leid klagen und Verbesserungen vorschlagen.

Nun eine erste Auswertung: 15 Rückmeldungen habe es an die Verwaltung gegeben. Vor allem sei ein fehlender Radweg zwischen Goslar und Vienenburg moniert worden – dieser befindet sich inzwischen in der Planung (die GZ berichtete). Zudem wurden Schlaglöcher „Im Schleeke“ und an der „Okerstraße “ gemeldet, für deren Beseitigung jedoch die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr verantwortlich sei. Dies passiert wohl frühestens 2017. Noch in diesem Jahr sollen hingegen Teile der Radwege an der „Heinricht-Pieper-Straße“ und der „Feldstraße“ repariert werden. Zudem soll im Frühjahr die Innenstadt kräftig aufgemöbelt (aufmöbliert?) werden, nicht nur mit Bänken und Spielzeugen, sondern auf (auch?) mit Fahrradständern.

Einige Wünsche seien schlicht nicht erfüllbar. Ein Beispiel: Die „Breite Straße“ sei zu schmal, um dort einen Fahrradweg zu installieren.

Zu wenig Rücksicht

Ein weiterer Kritikpunkt: Gerade in der engen Altstadt würden die Autofahrer zu schnell unterwegs sei und zu wenig Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer nehmen. Die Stadt plant, nach der Sanierung der östlichen Altstadt, zum Beispiel in der Mauerstraße, eine Tempo-30-Zone einzurichten – ein extra Radweg wäre in dieser Zone jedoch nicht zulässig.   hrs“

 

In diesem Bericht versucht die Stadt den Eindruck zu erwecken, dass sie von den ihr benannten Mängeln überrascht sei. Und sie schiebt die Verantwortung für die fehlende Kontrolle des Zustandes ihres Verkehrssystems von sich: Sie nennt uns Bürgern eine E-Mail-Adresse für die Meldung von Missständen. Damit verschafft sie sich ein Alibi für weiteres Nichtstun, denn sie kann ja so tun, als ob lediglich die ihr gemeldeten Missstände bestünden und alles Andere in bester Ordnung sein. Dies konnte nicht unwidersprochen bleiben, und ich habe mit folgendem Leserbrief reagiert. (Streichungen durch die Redaktion sind kursiv gesetzt.)

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich beziehe mich auf Ihren Bericht „Ein offenes Ohr für Radfahrer“, GZ vom 23.1.2016 und meine nachstehende E-Mail, die ich wie folgt gern ergänzen würde.

„Wir Goslarer Radfahrer freuen uns natürlich über ein für uns geöffnetes Ohr. (Das andere bleibt wohl dem Kraftverkehr zugeneigt.) Noch größere Freude bräche bei uns aus, wenn sich auch die städtischen Hände für uns regten. Diese Hände könnten beispielsweise unnötig schikanöse Fußgänger-/Radfahrer-Ampelschaltungen ändern. Sie könnten gefährlich konstruierte Wegführungen entschärfen.

Die Stadt hat dieses Jahr bei der Durchsetzung der Schneeräumpflicht zumindest in Vienenburg völlig versagt und Gefährdungen für Fußgänger und Radfahrer in Kauf genommen. Ihre Politessen übersehen großzügig das mutwillig behindernde Parken auf Radwegen.

Bezeichnend für den Stellenwert des Radverkehrs: Vor der Touristikinformation am Markt gibt es wohl einen Wassernapf für Hunde, aber keinen Fahrradständer. Der Radler kommt noch hinter dem Hund!

Und es kommt immer gut an, auf zu schnelle Autofahrer einzudreschen. Die allermeisten aber verhalten sich rücksichtsvoll. Und es ist schon lustig, wenn in der östlichen Altstadt, wo sie ohnehin langsam unterwegs sind, eine Tempo-30-Zone eingerichtet werden soll.

Schwere Mängel führten zu der miserablen Bewertung beim bundesweiten Fahrradklimatest. Es sind Mängel, die der ADFC der Stadt schon seit Jahren zur Kenntnis gebracht hat. Es wurden viele Maßnahmen vorgeschlagen, die mit nur geringem Aufwand zu realisieren wären. Für das Fahrradklima wäre es allemal besser, die Stadt hätte ein offenes Herz für ihre Radler, und wenn die Verantwortlichen sich selber einmal aufs Rad setzten und einmal von Immenrode zum Odermarktplatz und zurück führen.

Fritz Haisch, Goslar-Immenrode, ADFC-Radverkehrsobmann für Goslar

 

 

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Auf Straßen und Wegen

Wegewartung

 

Das will ich noch loswerden im alten Jahr: Mein Radweg aller Tage Immenrode-Goslar wurde im November gleich zwei Mal vom abgefallenen Laub befreit. Der erste Durchgang brachte mich zum Lachen, denn das Laub war einfach an die Seiten gekehrt, und der leiseste Windhauch würde es wieder zurückblasen. Es blieb aber liegen!

Im zweiten Durchgang verfuhr man genau so. Das restliche Laub wurde auf das alte darauf gekehrt – es liegt alles immer noch fest und der Fuß-/Radweg ist frei. Da versteht offensichtlich jemand sein Geschäft.

Eine Bitte habe ich noch: An der Kreuzung Grauhof/B82 nicht nur die Fahrbahnen von Schnee befreien (wenn es denn welchen geben sollte), sondern auch die Furt für den nicht motorisierten Verkehr. Und nicht wieder den Fuß-/Radweg als Schneedeponie zweckentfremden!

 

DIN

In Immenrode und auch in Vienenburg wurde gegen eine allgemein gültige, wenn auch ungeschriebene Straßenbaunorm verstoßen: Sie schreibt bei Flickarbeiten einen Wulst von 0,6 bis 1,5 cm vor. Es finden sich zahlreiche Stellen ohne jeden Wulst! Wie soll man da merken, dass an der Straße gearbeitet wurde? Wir wünschen wieder Wulste!

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Willkommen

Liebe Freundinnen und Freunde,

ich heiße Sie auf meinem Blog willkommen. Ihre Kommentare sollen mir helfen, den Blog so effektiv und attraktiv zu machen, dass er auch der Öffentlichkeit über ADFC/VCD hinaus standhalten kann. Sobald Sie mir genug Mut gemacht haben, will ich den Blog auch Behörden bekannt machen.

„Weiche Speiche“ bezieht sich auf den englischen Zeichner Edward Gorey, der viele skurrile und hintersinnige Zeichnungen und Texte schuf. Ich empfehle seine Lektüre!

Es gilt einen Bericht nachzuholen:

Am 19. Mai 2015 befuhr ich den Radweg von Goslar nach Oker. Auf der Höhe des Fitnesscenters im Schleeke nahm ich Bremsenquietschen, heftiges Gasgeben und Brüllen eines Motorradfahrers wahr, der von einer Autofahrerin durch unachtsames Linksabbiegen im Gefahr gebracht worden war. Derart aufmerksam gemacht, erkannte ich rechtzeitig, dass sie – telefonierend – mich auch in Gefahr bringen könnte. So kam es denn auch. Wenn ich nicht scharf gebremst hätte, wäre ich auch dran gewesen!

Sie parkte ihr Fahrzeug auf dem Parkplatz des Fitnesscenters und ich fotografierte ihr Nummernschild, weil ich nicht sicher war, mir das Kennzeichen zu behalten. Dies bemerkend, beschimpfte sie mich u.a. als altersschwachsinnig und wahrnehmungsbehindert. Eine Entschuldigung blieb aus. Ich erstattete Anzeige, denn so geht es ja wohl nicht. Ich erhoffte mir allenfalls, dass die Person im Wiederholungsfalle als einschlägig vorbelastet schon in den Akten stand, und dass sie wenigstens ein paar Unannehmlichkeiten erführe, die sie zum Nachdenken bringen könnten.

Am 4.6. erfolgte meine Einvernahme durch die Polizei. Das hatte ich gar nicht zu hoffen gewagt. Aber es kam noch besser.

Zum 15.12. lud mich das Amtsgericht Goslar als Zeuge des Verfahrens in dieser Sache. Die Beschuldigte wurde zuerst in meiner Abwesenheit vernommen. Dann bat mich der Richter, den Vorgang zu schildern. Dies tat ich so sachlich wie möglich und enthielt mich jeder Bewertung. Was sollte ich dem Richter auch Arbeit machen mit dem Sortieren von beschreibenden und bewertenden Sätzen. Zur Stellungnahme aufgefordert, log die Beschuldigte, dass sich die Balken bogen. Das nahm ich ihr nicht übel, denn das war ihr gutes Recht.

Der Richter argumentierte, dass es keinerlei Grund für mich gäbe, ohne Anlass eine Anzeige zu erstatten. Dies mache auch meine „sehr zurückhaltenden Aussage“ plausibel. Eine letzte Gelegenheit, durch eine Bitte um Entschuldigung die Sache noch hinzubiegen, erkannte sie nicht und ließ sie aus. Urteil: 40 € Verwarnungsgeld und die Kosten des Verfahrens, keine Punkte in Flensburg.

Merke: In gravierenden Fällen kann es sinnvoll sein, eine Anzeige zu erstatten, auch wenn Zeugen fehlen.

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Schon wieder die real-Ausfahrt in Goslar!

Heute am 18.12. bei Dämmerung: Wieder beachtet niemand der Ausfahrenden das Haltegebot. Man kennt mittlerer Weile seine Pappenheimer, und so antizipiere ich, dass die Fahrerin eine Twingo den Querverkehr so intensiv beobachtet, dass sie mich beim Anfahren übersehen würde. So geschah es.

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