Bärbeißer

Es liegt mir auf der Seele und geht einfach nicht weg. Nun heraus damit!
Anfang Oktober wollte ich die Freuden des Pfälzer Waldes und der Stadt Speyer genießen. Das habe ich (sagt man noch so?) weidlich getan.
Am 3. war Sturm über Deutschland angesagt, aber als ich mit meinem Coboc-Peddy am Rhein unterwegs war, ging er scheinbar spurlos an mir vorbei. Aber der Schein trügt, und auf meiner Rückfahrt mit der Bahn am 8. erwischte mich Herward (oder Xavier?) doch noch voll. Und dafür hat der hinterlistige Orkan sich der bekannten Schwächen der Deutschen Bahn bedient.
Heidelberg Hauptbahnhof – Zug nach Göttingen erst als verspätet gemeldet, dann ausgefallen – lange Schlangen bei der Auskunft – wohlgemeinte, aber falsche Auskünfte – Verweis an Servicepoint mit langen Schlangen, langes, banges Warten, Fahrrad während dessen irgendwo angeschlossen – endlich: bis nach Göttingen würde ich noch kommen, wenn auch erst kurz vor Mitternacht.
Draußen vor dem Bahnhof regnet es heftig, die Menschen sind sichtbar gestresst, möchten sicherlich ein bisschen Zuspruch! Und den bekam ich doch dann tatsächlich. Ein bärbeißiger, fleischig-feister rotbemützter Kerl schoss auf mich zu, als ich mein Rad freischließen wollte. Er hat mich angeherrscht, ob ich mein Rad etwa in meinem Wohnzimmer anschließen würde und ich solle es gefälligst draußen abstellen. Ich war ohnehin ziemlich fertig, hungrig, durstig und traute mich kaum, in der knappen verbleibenden Zeit, mich zu verproviantieren und die Toilette aufzusuchen, denn wer nimmt schon schon das Rad dahin mit, wo selbst der Kaiser zu Fuß hingeht? Ich hätte einfach weinen können!
Das hat die Heidelberger Bahnverwaltung wirklich gut gemacht, dass sie einen so bösen Menschen an einem so bösen Tag als Ordnungshüter von der Leine gelassen hat!
So, das war’s!

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Durchaus verschiedene Verkehrsteilnehmer

Am 17., 18. und 24. Oktober nahm ich zusammen mit Polizei-, Verkehrs- und Baubehördenvertretern an einer Radwegeverkehrsschau im Landkreis Goslar teil.

Über die Ergebnisse werde ich berichten, sobald mir das Protokoll vorliegt.

Vorab darf ich aber feststellen, dass den Radfahrenden (korrekt?) überraschend viel Wohlwollen zu Teil wurde.

Aber verstört hat mich doch die Tatsache, dass in Hinblick auf die Verantwortlichkeit der Radfahrenden gegenüber dem motorisierten Verkehr   k e i n   Unterschied gemacht wurde. Will heißen: vom Radler kann genau so viel an Verkehrstüchtigkeit verlangt werden wie z.B. einem Berufskraftfahrer. Dies ist aber durchaus nicht der Fall:

Wer sich motorisiert im Verkehr bewegt, hat bestimmte Fähigkeiten dafür nachgewiesen; Radler nicht.

Wer sich im motorisierten Verkehr bewegt, hat ein bestimmtes Mindestalter; Radler nicht.

Wer sich im motorisierten Verkehr bewegt, verfügt nur über eine stark eingeschränkte Anonymität; Radler nicht.

Wer sich im motorisierten Verkehr bewegt, muss sich innerhalb gewisser Grenzen bei seinem Vorankommen halten; Radler können ihr ganzes Ungestüm ausleben.

Tatsache ist also: Radler sind mit größerer Wahrscheinlichkeit unbedachter und ungestümer unterwegs als andere Verkehrsteilnehmer. Unabhängig davon, ob das Gesetz diese Tatsache berücksichtigt oder nicht. Das Radler brav und angepasst unterwegs sein  sollen : Unbestritten! Aber daraus, dass sie es sein  s o l l e n,  folgt nie und nimmer, dass sie es auch  s i n d .

Eine verantwortliche Radverkehrspolitik muss davon ausgehen, dass es junge und alte Radler gibt, die zu schnell, zu leichtsinnig und mit ungenügenden Kenntnissen unterwegs sind. Ja, auch alte, denn die haben jetzt Pedelecs, bei denen sie bis zu 150 Prozent Power zuschalten können. Egal, ob die Augen, der Gleichgewichtssinn und die Fähigkeit, komplexe Verkehrssituationen wahrzunehmen und adäquat darauf zu reagieren, das zulassen oder nicht.

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Eine Autotür öffnet sich und…

Am 26.11., einem Donnerstag, versuchte ich den Auftrag Eier zu kaufen auszuführen und fuhr mit meinem wunderschönen Coboc-Bike zum Goslarer Birkenhof, wo es preiswerte Bio-Eier gibt.

Als ich fast auf Höhe des Verkaufshäuschens war, überholte mich noch ein Pkw, der dann auch anhielt. Der Fahrer stieg aus und ich wollte deswegen auf der Beifahrerseite vorbeifahren. Und da geschah das immer zu Befürchtende, aber trotzdem Unerwartete: Die Beifahrertür öffnete sich vor mir und ich kam zum Sturz. Daran, wie ich gestürzt bin, habe ich keine Erinnerung. Aber ich muss wohl noch gut gefallen sein. Zwar fühlte ich mich etwas benommen, aber ich hatte weder Schmerzen noch Verletzungen; ein Glück!

Da ich mich noch nicht wieder ganz kregel fühlte, blieb ich erst einmal auf dem Boden sitzen. Der Fahrer und seine Beifahrerin kümmerten sich zunächst gar nicht um mich. Dann forderten sie mich auf, doch aufzustehen. Im Nachhinein muss ich feststellen, dass sie weder einen Versuch mir zu helfen gemacht noch um Entschuldigung gebeten hatten.

Als ich mich, immer noch am Boden sitzend, noch weiter berappelt hatte, rief ich die Polizei, die auch nach 10 Minuten ankam. Das Hauptanliegen des Fahrerpaares war es offensichtlich, den Vorfall kleinzureden, u.a. mit der Behauptung,  sie hätten mich gar nicht überholt. Klar, ich hatte hinter einem Busch gelauert, um mich bei erster Gelegenheit vor eine sich öffnende Autotür zu stürzen!!

Gleichwohl wurde der Unfall aufgenommen. Interessant für mich war das Verhalten des Dienst habenden Polizisten. Mittlerer Weile hatte ich wieder aufstehen und mich meinerseits mit dem Polizisten unterhalten können. Viel hatte ich sowieso nicht zu sagen, weil ja der Sachverhalt sonnenklar war. Als ich aber versuchte, einen Satz des Polizisten von mir aus zu beenden, erhielt ich den strengen Hinweis, ich solle ihn gefälligst ausreden lassen. Schon irgendwie bezeichnend für diesen Beamten  – beileibe nicht für seine Kollegen generell – : von den Unfallverursachern lässt er sich ewig volllabern, mich würgt er ab.

Wegen des merkwürdigen Verhaltens des Paares ging ich auf Nummer Sicher und beauftragte meine Sangesschwester Borkott mich der Wahrung meiner Interessen, damit ich nicht am Ende der mutwilligen Beschädigung einer Autotür beschuldigt werde.

Gegen Nachmittag setzen Kopfschmerzen bei mir ein. Mein Hausarzt Christian Seefeld stellte eine Gehirnerschütterung bei mir fest.

Das Rad ist erst einmal ein paar Tage weg, weil es wegen der Überprüfung der Elektronik in die Manufaktur nach Heidelberg geschickt werden muss. Und mein schicker Helm, der mich wohl vor Schlimmerem bewahrt hat, muss auch ausgetauscht werden…

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Briefing

Vor der geplanten Radwegerkundung Goslar-Vienenburg habe ich dem Oberbürgermeister das Folgende gemailt, damit ggfs. eine Gesprächsbasis gelegt ist.

 

18.9.2017

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Junk,

ich bitte Sie, mir auf der geplanten Radwegserkundung nach Vienenburg in Folgendem mir Ihre Aufmerksamkeit zu schenken.

1. Der Fuß-/Radweg von Weddingen über Immenrode ist in einem völlig desolaten, teilweise höchst gefährlichen Zustand.

2. Für den Radweg vom Odermarkplatz nach Oker gilt dasselbe.

3. Im gesamten Stadtbereich sind die Übergänge von der Fahrbahn auf Fuß-/Radwege nicht angeglichen, sondern eher als Hemmschwellen angelegt. Krasse Beispiele finden sich in Weddingen und an dem neu angelegten nördlichen Ortseingang von Immenrode. Als Vorbild empfehle ich Kiel.

4. An Straßen ohne Radweg sind unter den Radfahrstreifen häufig Leitungen verlegt. Bei deren Reparatur wurde die Fahrbahndecke nicht so gestaltet, dass ein hindernisfreies Radfahren möglich wäre. Man kann sogar den Eindruck gewinnen, dass hier geradezu mutwillig geschlampt wurde.

Es wäre erfreulich, wenn es ein Radverkehrswegekonzept für Goslar gäbe, in welches Einzelmaßnahmen integriert werden könnten. Das betrifft auch die angedachte Neuanlage der Radwegverbindung Goslar-Vienenburg, wo man sich Gedanken machen sollte, ob sie nicht Teil eines noch zu planenden Fahrradschnellweges Goslar-Wolfenbüttel werden könnte.

Mit freundlichen Grüßen Fritz Haisch

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Noppensteine

Heute versuche ich zum ersten Mal, im Blog ein Bild unterzubringen.

Das Bild zeigt mich selbst als vermeintliches Unfallopfer, geschminkt von einer Notfallärztin des DRK. Also: das Bild ist gestellt und es sollte zeigen, welche Folgen ein Sturz auf eine solche Straßenrandbefestigung für Rad-, aber auch Motorradfahrer haben kann.

Aufgenommen wurde es an einer steilen Abfahrt bei Probsteiburg.

Noppensteine3

Wenn euch am Straßenrand anderswo so etwas auffällt, dann lasst es mich wissen; es findet gerade eine Radwegbegutachtung im Landkreis Goslar statt, und ich kann dann gleich auf Änderung dringen.

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Der OB lädt zur Radtour ein

Hallo, ihr da draußen!

Ich habe am 7.9. eine Einladung erhalten zu einer Veranstaltung, von der ich mir verspreche, mit unserem Oberbürgermeister ein Gespräch über den Radverkehr in Goslar führen zu können oder wenigstens ein solches zu vereinbaren:

Presseinformation   Öffentlichkeitsarbeit   Stadt Goslar   Verantwortlich: Katharina Landwehr

September 2017

Auf dem Fahrrad von Goslar nach Vienenburg

Unterwegs mit Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk

Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk setzt die etwas andere Art der Bürgersprechstunde fort.

Am Samstag, 16. September 2017, sollen sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einer Fahrradtour von Goslar nach Wöltingerode herzlich eingeladen fühlen.

Hintergrund der geplanten Fahrradtour sind die derzeitigen Planungen der Stadt Goslar einer verbesserten Radewegeverbindung außerhalb der vorhandenen Straßen von Goslar nach Vienenburg. Die Planungen resultieren aus einem Ratsantrag von Ratsherr Nobert Schecke, der die Verwaltung beauftragt hat, Verbindungswege zwischen Goslar und Vienenburg zu überprüfen und Radwegeverbindungen möglichst zu verbessern.

Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk möchte aus diesem Grund mit interessierten Ratsmitgliedernund Bürgern eine geeigneteStrecke abfahrenund die Anregungen der Bürger diskutieren.

Los geht es um 13:30 Uhr auf dem Goslarer Marktplatz. Um14:00 Uhr ist ein weiterer Treffpunkt beim Spielplatz am „Ginsterbusch“ in Sudmerberg geplant

Die Strecke wird weiter über den Ortsteil Oker führen, über einen asphaltierten W eg entlang der Kläranlage und der Straße „Am Müllerkamp“, Zwischen dem Bereich der Kläranlage und einem Wirtschaftsweg nördlich der Straße „Am Müllerkamp“ besteht derzeit keine intakte Wegeverbindung. Hier wird für die Zukunft eine neue W egeführung einschließlich einer Geh- und Radwegbrücke geplant. Um während der Fahrradtour die Oker an dieser Stelle überqueren zu können, ermöglicht das Technische Hilfswerk Goslar den Aufbau einer Hilfsbrücke.

Der Abschluss der Tour soll gegen 15 Uhr im Klosterkrug Wöltingerode in einer Gesprächsrunde stattfinden. Wer mag, kann dann noch beim Hoffest „Wöltingerode unter Dampf“ verweilen.

Bei schlechtem Wetter, also starkem Regen, wird der Termin an diesem Tag entfallen.

Da war ich sehr neugierig und gespannt!

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Ihr! müsst! mich! wählen!

Liebe Freunde,

heute soll es darum gehen, der Interessenvertretung der Radfahrer mehr Gewicht zu verleihen, und das liegt jetzt auch an euch:

Bitte stimmt bei der Wahl für den Rat der Stadt Goslar am 11. September für mich; wenigstens mit einer Stimme! Und legt auch in eurem Umfeld ein gutes Wort für mich ein.

Zwar habe ich mich von den Grünen aufstellen lassen, aber ich stehe in der Liste nicht auf den vordersten Plätzen und kann nicht damit rechnen, über die Liste einen Sitz zu erreichen. Da ich aber diese Kandidatur sehr ernst nehme, betreibe ich diesen ganz individuellen Wahlkampf.

Wenn ihr die Programme der Parteien und ihre Wahlslogans betrachtet, so werdet ihr wenig Konkretes vorfinden. Meine Ziele jedoch sind klar:

1. Erstellen eines Verkehrskonzeptes für Stadt und Landkreis und die Beendigung der Vernachlässigung das Fahrradverkehrs.
2. Förderung alternativer Energien mit der Möglichkeit weitgehender – auch finanzieller – Bürgerbeteiligung
3. Beendigung der besinnungslosen Ausweisung immer neuer Bau- und Gewerbegebiete und Verlagerung des Schwerpunktes der Raumplanung auf Sanierung und Leerstandsbeseitigung im vorhandenen Bestand.

Im Übrigen werde ich mich wegen meiner Erfahrungen in der Wirtschaft, der Forschung und im Schulwesen sehr schnell auf neue Entwicklungen, wie wir sie ja in der letzten Zeit erlebt haben, einstellen können.

Was die Qualität meiner zukünftigen Ratsarbeit betrifft, so gilt für mich wie für alle anderen Kandidaten: Ihr müsst halt einfach Vertrauen zu mir aufbringen!

Nun gebt euch einen nachhaltigen Ruck und macht euer Kreuz an die (aus meiner Sicht) richtige Stelle!

Mit fahrradfreundlichen Grüßen Euer Fritz Haisch

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