Briefing

Vor der geplanten Radwegerkundung Goslar-Vienenburg habe ich dem Oberbürgermeister das Folgende gemailt, damit ggfs. eine Gesprächsbasis gelegt ist.

 

18.9.2017

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Junk,

ich bitte Sie, mir auf der geplanten Radwegserkundung nach Vienenburg in Folgendem mir Ihre Aufmerksamkeit zu schenken.

1. Der Fuß-/Radweg von Weddingen über Immenrode ist in einem völlig desolaten, teilweise höchst gefährlichen Zustand.

2. Für den Radweg vom Odermarkplatz nach Oker gilt dasselbe.

3. Im gesamten Stadtbereich sind die Übergänge von der Fahrbahn auf Fuß-/Radwege nicht angeglichen, sondern eher als Hemmschwellen angelegt. Krasse Beispiele finden sich in Weddingen und an dem neu angelegten nördlichen Ortseingang von Immenrode. Als Vorbild empfehle ich Kiel.

4. An Straßen ohne Radweg sind unter den Radfahrstreifen häufig Leitungen verlegt. Bei deren Reparatur wurde die Fahrbahndecke nicht so gestaltet, dass ein hindernisfreies Radfahren möglich wäre. Man kann sogar den Eindruck gewinnen, dass hier geradezu mutwillig geschlampt wurde.

Es wäre erfreulich, wenn es ein Radverkehrswegekonzept für Goslar gäbe, in welches Einzelmaßnahmen integriert werden könnten. Das betrifft auch die angedachte Neuanlage der Radwegverbindung Goslar-Vienenburg, wo man sich Gedanken machen sollte, ob sie nicht Teil eines noch zu planenden Fahrradschnellweges Goslar-Wolfenbüttel werden könnte.

Mit freundlichen Grüßen Fritz Haisch

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Noppensteine

Heute versuche ich zum ersten Mal, im Blog ein Bild unterzubringen.

Das Bild zeigt mich selbst als vermeintliches Unfallopfer, geschminkt von einer Notfallärztin des DRK. Also: das Bild ist gestellt und es sollte zeigen, welche Folgen ein Sturz auf eine solche Straßenrandbefestigung für Rad-, aber auch Motorradfahrer haben kann.

Aufgenommen wurde es an einer steilen Abfahrt bei Probsteiburg.

Noppensteine3

Wenn euch am Straßenrand anderswo so etwas auffällt, dann lasst es mich wissen; es findet gerade eine Radwegbegutachtung im Landkreis Goslar statt, und ich kann dann gleich auf Änderung dringen.

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Der OB lädt zur Radtour ein

Hallo, ihr da draußen!

Ich habe am 7.9. eine Einladung erhalten zu einer Veranstaltung, von der ich mir verspreche, mit unserem Oberbürgermeister ein Gespräch über den Radverkehr in Goslar führen zu können oder wenigstens ein solches zu vereinbaren:

Presseinformation   Öffentlichkeitsarbeit   Stadt Goslar   Verantwortlich: Katharina Landwehr

September 2017

Auf dem Fahrrad von Goslar nach Vienenburg

Unterwegs mit Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk

Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk setzt die etwas andere Art der Bürgersprechstunde fort.

Am Samstag, 16. September 2017, sollen sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einer Fahrradtour von Goslar nach Wöltingerode herzlich eingeladen fühlen.

Hintergrund der geplanten Fahrradtour sind die derzeitigen Planungen der Stadt Goslar einer verbesserten Radewegeverbindung außerhalb der vorhandenen Straßen von Goslar nach Vienenburg. Die Planungen resultieren aus einem Ratsantrag von Ratsherr Nobert Schecke, der die Verwaltung beauftragt hat, Verbindungswege zwischen Goslar und Vienenburg zu überprüfen und Radwegeverbindungen möglichst zu verbessern.

Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk möchte aus diesem Grund mit interessierten Ratsmitgliedernund Bürgern eine geeigneteStrecke abfahrenund die Anregungen der Bürger diskutieren.

Los geht es um 13:30 Uhr auf dem Goslarer Marktplatz. Um14:00 Uhr ist ein weiterer Treffpunkt beim Spielplatz am „Ginsterbusch“ in Sudmerberg geplant

Die Strecke wird weiter über den Ortsteil Oker führen, über einen asphaltierten W eg entlang der Kläranlage und der Straße „Am Müllerkamp“, Zwischen dem Bereich der Kläranlage und einem Wirtschaftsweg nördlich der Straße „Am Müllerkamp“ besteht derzeit keine intakte Wegeverbindung. Hier wird für die Zukunft eine neue W egeführung einschließlich einer Geh- und Radwegbrücke geplant. Um während der Fahrradtour die Oker an dieser Stelle überqueren zu können, ermöglicht das Technische Hilfswerk Goslar den Aufbau einer Hilfsbrücke.

Der Abschluss der Tour soll gegen 15 Uhr im Klosterkrug Wöltingerode in einer Gesprächsrunde stattfinden. Wer mag, kann dann noch beim Hoffest „Wöltingerode unter Dampf“ verweilen.

Bei schlechtem Wetter, also starkem Regen, wird der Termin an diesem Tag entfallen.

Da war ich sehr neugierig und gespannt!

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Ihr! müsst! mich! wählen!

Liebe Freunde,

heute soll es darum gehen, der Interessenvertretung der Radfahrer mehr Gewicht zu verleihen, und das liegt jetzt auch an euch:

Bitte stimmt bei der Wahl für den Rat der Stadt Goslar am 11. September für mich; wenigstens mit einer Stimme! Und legt auch in eurem Umfeld ein gutes Wort für mich ein.

Zwar habe ich mich von den Grünen aufstellen lassen, aber ich stehe in der Liste nicht auf den vordersten Plätzen und kann nicht damit rechnen, über die Liste einen Sitz zu erreichen. Da ich aber diese Kandidatur sehr ernst nehme, betreibe ich diesen ganz individuellen Wahlkampf.

Wenn ihr die Programme der Parteien und ihre Wahlslogans betrachtet, so werdet ihr wenig Konkretes vorfinden. Meine Ziele jedoch sind klar:

1. Erstellen eines Verkehrskonzeptes für Stadt und Landkreis und die Beendigung der Vernachlässigung das Fahrradverkehrs.
2. Förderung alternativer Energien mit der Möglichkeit weitgehender – auch finanzieller – Bürgerbeteiligung
3. Beendigung der besinnungslosen Ausweisung immer neuer Bau- und Gewerbegebiete und Verlagerung des Schwerpunktes der Raumplanung auf Sanierung und Leerstandsbeseitigung im vorhandenen Bestand.

Im Übrigen werde ich mich wegen meiner Erfahrungen in der Wirtschaft, der Forschung und im Schulwesen sehr schnell auf neue Entwicklungen, wie wir sie ja in der letzten Zeit erlebt haben, einstellen können.

Was die Qualität meiner zukünftigen Ratsarbeit betrifft, so gilt für mich wie für alle anderen Kandidaten: Ihr müsst halt einfach Vertrauen zu mir aufbringen!

Nun gebt euch einen nachhaltigen Ruck und macht euer Kreuz an die (aus meiner Sicht) richtige Stelle!

Mit fahrradfreundlichen Grüßen Euer Fritz Haisch

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Unsere Verkehrswacht und was sie so verspricht

Am 2. November 2016 erschien in der Goslarschen Zeitung auf Seite 6 ein Beitrag von Berit Böhme unter der Überschrift „Gefährliches Fahren mit Rückenwind – Mehr Unfälle mit E-Bikes“. Darin findet sich in einer eingeschobenen dpa-Meldung: „Die Landesverkehrswacht setzt auf Prävention und bietet unter dem Motto ‚Fit mit dem Fahrrad‘ Kurse an – auch für Menschen, die vom Normalrad aufs Pedelec umsteigen… Das Angebot werde auch von vielen älteren Menschen wahrgenommen, so die Geschäftsführerin Cornelia Zieseniß.“

Am 14.2.2016 meldete ich mein Interesse in einem Kontaktformular der Landesverkehrswacht Niedersachen an: „Ich bin im 80sten Lebensjahr und besitze ein Pedelec. Bitte weisen Sie mir einen Kurs nach für das Umsteigen vom Normalrad aufs Pedelec.“

Am 15.2.2016 erhielt ich die Mitteilung „bitte wenden Sie sich mit Ihrer Anfrage an die Verkehrswacht Goslar.“

Am selben Tag ich nun wieder: „Guten Tag Herr K… Ich bin im 80sten Lebensjahr und besitze ein Pedelec. Durch einen Beitrag in der Goslarschen Zeitung bin ich darauf aufmerksam geworden, dass die Verkehrswacht Kurse für das Umsteigen vom Normalrad aufs Pedelec anbietet. Die Landesgeschäftsstelle hat Sie mir als zuständigen Ansprechpartner benannt. Bitte teilen Sie mir mit, wann und wo ein für mich geeigneter Kurs stattfindet.“

Am 19.2.2016 Herr K. von der Verkehrswacht Goslar:

„Sehr geehrter Herr Haisch,

die Verkehrswacht Goslar Stadt und Land ist immer bemüht, in Sachen Mobilität und Verkehr Informationen zu liefern und Seminar-/Trainingsangebote zu liefern. Dazu gehört auch das Thema Pedelec. Derzeit laufen Trainings für Kraftfahrer in den Altersklassen 17 bis 25 Jahre und 65plus, allerdings beides bezogen auf das Auto. Ich werde mich allerdings für das Thema Pedelec mit unserem Umsetzer/Moderator kurzschließen und für Sie nachhaken.

Entsprechende Zusammenkünfte sind allerdings erst Anfang März geplant. Ich werde allerdings Unaufgefordert auf die Sache zurückkommen, sobald ich Neuigkeiten für Sie habe.“

Kommentar:

Dieses sind wörtliche Zitate: Die Verkehrswacht kündigt also von sich aus Pedelec-Trainings für ältere Menschen an. Und trotz Nachfassens kommt bis zum heutigen Tag nichts zustande! Das sind von der ersten Meldung an gerechnet fast sieben Monate.

Als Zeugnisnote kann man das in der freien Wirtschaft übliche „Die Verkehrswacht Goslar Stadt und Land ist immer bemüht“ aus der Mitteilung vom 19.2.2016 durchaus übernehmen. Wer ein solches Zeugnis lesen kann, weiß, was man darunter zu verstehen hat…

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Ampeln am Odermarkplatz

Ampelspielereien

Goslar, Immenröder Straße/Odermarkplatz:

Tatsachen

Stelle dir vor: Du hast dich gegen den Wind und bergauf von Immenrode bis vor den Odermarktplatz durchgekämpft oder hast dich von Ohlhof dorthin rollen lassen. Jetzt willst du weiter nach Oker oder in die Stadt. Aber vor dem Zutritt ins gelobte Land hat die verkehrsregelnde Instanz an den drei Fußgänger-/Radler-Furten je eine Ampel installiert. Und diese drei Ampeln weisen eine denkwürdige Geschichte auf, obwohl sie noch gar nicht so lange installiert sind.

Zuerst: Die Ampeln machen anscheinend, was sie wollen. Ein Druck auf einen der beiden unmarkierten Knöpfe bewirkt – gar nichts. Irgendwann springen die beiden nördlichen auf Grün. Aber garantiert nicht sofort, auch dann nicht, wenn der Autoverkehr grünes Licht erhält. Warum? Er kreuzt doch nicht den unmotorisierten Verkehr! Und dann stand man wieder vor einer roten Ampel, die sich viel, viel Zeit ließ. Da die Ampeln keine Rückmeldung gaben, versuchten wohl einige Verzweifelte es mit großem Druck auf die Knöpfe mit der Folge, dass diese bald recht ramponiert aussahen. Auf dies alles habe ich die verkehrsregelnde Instanz hingewiesen…

Dann, Monate später, völlig überraschend: Unsere beiden nördlichen Ampelzwillinge springen von ganz allein und gleichzeitig mit den Kfz-Ampeln auf Grün. Du kommst an, und wirst mitgenommen. Allerdings wieder nur bis zur südlichen Ampel, die ihr Eigenleben führt. Sie zeigt grundsätzlich Rot, wenn die anderen beiden freie Fahrt gegeben haben.

Und jetzt: Das war wohl zuviel der Pflege des Goslarer Fahrradklimas. Man hat nunmehr allen Ampeln das Kommunizieren beigebracht. Man drückt den (oberen, nicht den unteren – das muss man wissen!) Knopf und tatsächlich blinkt am Schaltkästchen ein freundlich rotes „Signal kommt“. Ja, es kommt, aber erst wenn du dir es auch richtig verdient hast. Du musst nämlich erst eine Grünphase für den Pkw-Verkehr abwarten. Und die südlichen Ampel treibt nunmehr auch dieses Spielchen – sie springt nicht mehr von allein auf Grün.

In umgekehrter Richtung war es übrigens immer so, dass wenn man bei Grün die Südampel überfahren hatte, noch das Grün der Nordampeln zu sehen war. Aber garantiert waren sie dann rot, wenn man sich vor ihnen befand.

Bewertung

Die genannten Ampelverschaltungen, insbesondere auch die gegenwärtigen, sind nicht geeignet, Fußgängern und Radfahrern ein zügiges Überqueren der Odermarkkreuzung zu ermöglichen. Es hat vielmehr den Anschein, dass der nichtmotorisierte Verkehr heruntergebremst werden soll.

Folgen

Das Rot der Südampel wird von Radlern häufig missachtet. Sie überfahren die Fahrbahn auf Sicht, wobei sie nicht sicher sein können, dass ankommende Kfz ihren Kurs vielleicht doch kreuzen und dass es dann richtig gefährlich wird! Zunehmend lassen sich auch Rotlichtverstöße offenbar ortskundiger Radler beobachten, die zur gleichen Zeit wie der Kfz-Verkehr ihre Rot zeigenden Nordampeln überfahren. Sie wissen ja, dass für sie die Fahrt eigentlich frei ist.

Forderung des ADFC

Die Fußgänger-/Radfahrerampeln an der Odermarkkreuzung Immenröder Straße/Im Schleeke sollen so geschaltet werden, dass sie gleichzeitig mit dem parallelen Kfz-Verkehr Grün erhalten und alle drei Ampeln gleichzeitig und ausreichend lang auf Grün geschaltet werden.

Ampelspielereien

Goslar, Immenröder Straße/Odermarkplatz:

Tatsachen

Stelle dir vor: Du hast dich gegen den Wind und bergauf von Immenrode bis vor den Odermarktplatz durchgekämpft oder hast dich von Ohlhof dorthin rollen lassen. Jetzt willst du weiter nach Oker oder in die Stadt. Aber vor dem Zutritt ins gelobte Land hat die verkehrsregelnde Instanz an den drei Fußgänger-/Radler-Furten je eine Ampel installiert. Und diese drei Ampeln weisen eine denkwürdige Geschichte auf, obwohl sie noch gar nicht so lange installiert sind.

Zuerst: Die Ampeln machen anscheinend, was sie wollen. Ein Druck auf einen der beiden unmarkierten Knöpfe bewirkt – gar nichts. Irgendwann springen die beiden nördlichen auf Grün. Aber garantiert nicht sofort, auch dann nicht, wenn der Autoverkehr grünes Licht erhält. Warum? Er kreuzt doch nicht den unmotorisierten Verkehr! Und dann stand man wieder vor einer roten Ampel, die sich viel, viel Zeit ließ. Da die Ampeln keine Rückmeldung gaben, versuchten wohl einige Verzweifelte es mit großem Druck auf die Knöpfe mit der Folge, dass diese bald recht ramponiert aussahen. Auf dies alles habe ich die verkehrsregelnde Instanz hingewiesen…

Dann, Monate später, völlig überraschend: Unsere beiden nördlichen Ampelzwillinge springen von ganz allein und gleichzeitig mit den Kfz-Ampeln auf Grün. Du kommst an, und wirst mitgenommen. Allerdings wieder nur bis zur südlichen Ampel, die ihr Eigenleben führt. Sie zeigt grundsätzlich Rot, wenn die anderen beiden freie Fahrt gegeben haben.

Und jetzt: Das war wohl zuviel der Pflege des Goslarer Fahrradklimas. Man hat nunmehr allen Ampeln das Kommunizieren beigebracht. Man drückt den (oberen, nicht den unteren – das muss man wissen!) Knopf und tatsächlich blinkt am Schaltkästchen ein freundlich rotes „Signal kommt“. Ja, es kommt, aber erst wenn du dir es auch richtig verdient hast. Du musst nämlich erst eine Grünphase für den Pkw-Verkehr abwarten. Und die südlichen Ampel treibt nunmehr auch dieses Spielchen – sie springt nicht mehr von allein auf Grün.

In umgekehrter Richtung war es übrigens immer so, dass wenn man bei Grün die Südampel überfahren hatte, noch das Grün der Nordampeln zu sehen war. Aber garantiert waren sie dann rot, wenn man sich vor ihnen befand.

Bewertung

Die genannten Ampelverschaltungen, insbesondere auch die gegenwärtigen, sind nicht geeignet, Fußgängern und Radfahrern ein zügiges Überqueren der Odermarkkreuzung zu ermöglichen. Es hat vielmehr den Anschein, dass der nichtmotorisierte Verkehr heruntergebremst werden soll.

Folgen

Das Rot der Südampel wird von Radlern häufig missachtet. Sie überfahren die Fahrbahn auf Sicht, wobei sie nicht sicher sein können, dass ankommende Kfz ihren Kurs vielleicht doch kreuzen und dass es dann richtig gefährlich wird! Zunehmend lassen sich auch Rotlichtverstöße offenbar ortskundiger Radler beobachten, die zur gleichen Zeit wie der Kfz-Verkehr ihre Rot zeigenden Nordampeln überfahren. Sie wissen ja, dass für sie die Fahrt eigentlich frei ist.

Forderung des ADFC

Die Fußgänger-/Radfahrerampeln an der Odermarkkreuzung Immenröder Straße/Im Schleeke sollen so geschaltet werden, dass sie gleichzeitig mit dem parallelen Kfz-Verkehr Grün erhalten und alle drei Ampeln gleichzeitig und ausreichend lang auf Grün geschaltet werden.

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Die Stadtverwaltung gibt sich ahnungslos

Am 23. Januar 2016 erschien in der Goslarschen Zeitung auf Seite 17 der folgende Beitrag:

Ein offenes Ohr für Radfahrer

Stadt wertet Kritik und Vorschläge der Bürger aus – Neues Verkehrskonzept in Arbeit

Goslar Die Interessen der Radfahrer standen in den vergangenen Jahren eher nicht ganz oben auf der Stadt-Agenda. Oder besser gesagt in den letzten Jahrzehnten.

Konzept von 1981

Das jüngste Radverkehrskonzept stammt aus dem Jahr 1981, wie Tiefbau-Fachdienstleiter Matthias Brand im Bauausschuss mitteilte.

Vergangenes Jahr landete Goslar beim bundesweiten Fahrradfreundlichkeitstest des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) auf Platz 91 von 100. Die Stadt reagierte: Ein neues Konzept ist in Arbei, mit einer Mail an die eigens eingerichtete Adresse fahrrad@goslar.de konnten Radfahrer ihr Leid klagen und Verbesserungen vorschlagen.

Nun eine erste Auswertung: 15 Rückmeldungen habe es an die Verwaltung gegeben. Vor allem sei ein fehlender Radweg zwischen Goslar und Vienenburg moniert worden – dieser befindet sich inzwischen in der Planung (die GZ berichtete). Zudem wurden Schlaglöcher „Im Schleeke“ und an der „Okerstraße “ gemeldet, für deren Beseitigung jedoch die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr verantwortlich sei. Dies passiert wohl frühestens 2017. Noch in diesem Jahr sollen hingegen Teile der Radwege an der „Heinricht-Pieper-Straße“ und der „Feldstraße“ repariert werden. Zudem soll im Frühjahr die Innenstadt kräftig aufgemöbelt (aufmöbliert?) werden, nicht nur mit Bänken und Spielzeugen, sondern auf (auch?) mit Fahrradständern.

Einige Wünsche seien schlicht nicht erfüllbar. Ein Beispiel: Die „Breite Straße“ sei zu schmal, um dort einen Fahrradweg zu installieren.

Zu wenig Rücksicht

Ein weiterer Kritikpunkt: Gerade in der engen Altstadt würden die Autofahrer zu schnell unterwegs sei und zu wenig Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer nehmen. Die Stadt plant, nach der Sanierung der östlichen Altstadt, zum Beispiel in der Mauerstraße, eine Tempo-30-Zone einzurichten – ein extra Radweg wäre in dieser Zone jedoch nicht zulässig.   hrs“

 

In diesem Bericht versucht die Stadt den Eindruck zu erwecken, dass sie von den ihr benannten Mängeln überrascht sei. Und sie schiebt die Verantwortung für die fehlende Kontrolle des Zustandes ihres Verkehrssystems von sich: Sie nennt uns Bürgern eine E-Mail-Adresse für die Meldung von Missständen. Damit verschafft sie sich ein Alibi für weiteres Nichtstun, denn sie kann ja so tun, als ob lediglich die ihr gemeldeten Missstände bestünden und alles Andere in bester Ordnung sein. Dies konnte nicht unwidersprochen bleiben, und ich habe mit folgendem Leserbrief reagiert. (Streichungen durch die Redaktion sind kursiv gesetzt.)

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich beziehe mich auf Ihren Bericht „Ein offenes Ohr für Radfahrer“, GZ vom 23.1.2016 und meine nachstehende E-Mail, die ich wie folgt gern ergänzen würde.

„Wir Goslarer Radfahrer freuen uns natürlich über ein für uns geöffnetes Ohr. (Das andere bleibt wohl dem Kraftverkehr zugeneigt.) Noch größere Freude bräche bei uns aus, wenn sich auch die städtischen Hände für uns regten. Diese Hände könnten beispielsweise unnötig schikanöse Fußgänger-/Radfahrer-Ampelschaltungen ändern. Sie könnten gefährlich konstruierte Wegführungen entschärfen.

Die Stadt hat dieses Jahr bei der Durchsetzung der Schneeräumpflicht zumindest in Vienenburg völlig versagt und Gefährdungen für Fußgänger und Radfahrer in Kauf genommen. Ihre Politessen übersehen großzügig das mutwillig behindernde Parken auf Radwegen.

Bezeichnend für den Stellenwert des Radverkehrs: Vor der Touristikinformation am Markt gibt es wohl einen Wassernapf für Hunde, aber keinen Fahrradständer. Der Radler kommt noch hinter dem Hund!

Und es kommt immer gut an, auf zu schnelle Autofahrer einzudreschen. Die allermeisten aber verhalten sich rücksichtsvoll. Und es ist schon lustig, wenn in der östlichen Altstadt, wo sie ohnehin langsam unterwegs sind, eine Tempo-30-Zone eingerichtet werden soll.

Schwere Mängel führten zu der miserablen Bewertung beim bundesweiten Fahrradklimatest. Es sind Mängel, die der ADFC der Stadt schon seit Jahren zur Kenntnis gebracht hat. Es wurden viele Maßnahmen vorgeschlagen, die mit nur geringem Aufwand zu realisieren wären. Für das Fahrradklima wäre es allemal besser, die Stadt hätte ein offenes Herz für ihre Radler, und wenn die Verantwortlichen sich selber einmal aufs Rad setzten und einmal von Immenrode zum Odermarktplatz und zurück führen.

Fritz Haisch, Goslar-Immenrode, ADFC-Radverkehrsobmann für Goslar

 

 

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